It’s pronounced “creativity”, but it’s spelled “effort”.

When we see a brilliant headline that just nails it and puts in words what we feel in just the right way, we tend to attribute it to a burst of creativity. Especially when we ourselves struggle with this kind of eloquence. It seems that some people are just naturally born to find these words.

Yet, we often overlook the fact that a brilliant wording is usually not the result of the first attempt. Creativity means effort. It means to just not settle with the first idea, but to keep digging deeper and deeper until we find a wording that truly nails it.

David Ogilvy, probably the world’s most famous headline writer, was said to tirelessly come up with alternatives, sometimes more than a hundred, before he would even start to evaluate and choose one.

It’s a technique that I regularly use in my own work and I call it the Ogilvy method: Don’t settle with the first idea but keep the variations coming and coming.

If you make that a habit, you will find yourself looking behind the corners and taking unusual routes much more often – leading to much more creative results.

Is it worth it?

Is it worth it to go through the hassle of preparing a presentation? To research material, craft a story, design the media, rehearse, gather people in a room, …

Well, answer this first: What will be different?

What will your audience understand after your presentation that they couldn’t more easily understand otherwise? What will they see differently than before? Where will they take action that they wouldn’t take on their own?

This is the key question to help you decide whether it’s worth it or whether you can just as well send a memo.

If nothing will be significantly changed by your presentation, then why bother? However, if the change you’re going to make happen with your presentation is worthwhile, then do go through the hassle … and go all of the way.

Die Angst vor dem Fertigwerden

Sie tarnt sich gerne als Perfektionismus und behauptet, es müsse noch ein wenig besser werden.

Oder als Höflichkeit und redet mir ein, man dürfe die Leute jetzt nicht stören.

Sie schiebt Gründe vor wie fehlende Ressourcen und entschuldigt sich, dass wenn sie nur das doppelte Budget hätte, dann würde sie ja und dann könnte sie nämlich.

Sie erinnert mich daran, dass mir die Expertise fehle, und dass ich lieber erst nochmal ein Seminar besuchen sollte.

Aber am Ende ist alles eine raffinierte Verschwörung, die mich daran hindern will, fertig zu werden und meine Arbeit zu veröffentlichen. Es ist die Angst vor dem Fertigwerden. Sobald ich fertig bin, muss ich mein Werk zeigen. Werde bewertet. Was, wenn es ihnen nicht gefällt?

Vor diesem Unwohlsein will mich die Angst vor dem Fertigwerden unter allen Umständen beschützen. Deswegen redet sie mir ins Gewissen: Mach doch lieber noch diese eine Verbesserung …

Ich mag das Bild von Steven Pressfield, der in seinem hervorragenden Buch „The War of Art“ diese Masse an innerem Widerstand als eine Urgewalt des Universums personifiziert. Dieser Widerstand hat ein einziges Ziel: mich daran zu hindern, fertig zu werden und meine Arbeit zu veröffentlichen. Er gibt keine Ruhe, bevor ich aufgebe. Er macht keine Verluste und er gibt nie nach.

Der erste Schritt, um die Angst vor dem Fertigwerden zu besiegen, ist, sich ihrer bewusst zu werden. Dann erkennt man sie nämlich überall. Und man ertappt sich dabei, wie man ihr beschönigende Namen gibt: Geduld, Ausdauer, Perfektion, …

Am Ende kann nur einer gewinnen. Sie oder ich. Entweder ich veröffentliche oder ich tue es nicht. Entweder ich schicke den Pitch ab oder nicht. Entweder ich greife zum Hörer oder nicht. Entweder ich gehe auf die Bühne oder nicht.

Schlagen Sie der Angst vor dem Fertigwerden ein Schnippchen. Done ist better than perfect. Machen ist wie Wollen, nur krasser. Egal, wie Sie es nennen: Veröffentlichen Sie Ihre Arbeit!

Denn was in Ihnen steckt, können nur Sie rauslassen. Niemand wird es für Sie tun. Niemand wird jemals an Ihre Tür klopfen und sagen: Sie dürfen mir jetzt Ihrer Arbeit zeigen.

Sie müssen das schon selbst tun. Machen Sie Ihre Arbeit so gut, wie es irgend geht. Machen Sie sie gerne auch noch besser. Aber werden Sie fertig und veröffentlichen Sie!

Bei Langeweile: Hier drücken

Theatersport ist eine Disziplin des Improvisationstheaters, bei der zwei Schauspieler-Teams gegeneinander um die Gunst des Publikums antreten. Schiedsrichter achten dabei auf die Einhaltung der Regeln.

Die Schiedsrichter haben noch eine wichtigere Rolle: Sie müssen Langeweile verhindern. Sobald eine Gruppe etwas uninspiriertes oder gar langweiliges darbietet, betätigen die Juroren eine Hupe (oder etwas ähnliches) und der Versuch ist beendet.

Dass Präsentationen so oft so langweilig sind, liegt auch daran, dass wir das als Zuhörer zulassen, dass es in Unternehmen geduldet wird, und dass es für Konferenzveranstalter ok ist.

Wie wäre es mit einem kleinen Gedankenexperiment für Ihr nächstes Meeting oder den nächsten Vortrag? Wenn’s mal wieder langweilig ist, stellen Sie sich vor, jemand sei im Besitz so einer Hupe und würde sie auch benutzen.

Oder trauen Sie sich, tatsächlich eine Hupe mitzubringen?

Das mag harsch klingen, aber wenn sich alle einig sind, ist es das nicht. Im Grunde ist es eine Selbstverständlichkeit, wenn man unterstellt, dass jeder die Zeit der anderen wertschätzt.

Wer mit dem Ziel präsentiert, andere weiterzubringen, der muss sowieso keine Angst vor der Hupe haben. Entweder er ist so gut, dass die Hupe gar nicht hupt, oder – falls sie es doch einmal tut – lernt er daraus etwas.

Angst vor der Hupe hätte, wer fünf Minuten vor dem Meeting noch schnell ein paar Folien zusammenklickt. Oder wer bloß Folien vorliest. Oder wer Daten nur herunterbetet, ohne sie einzuordnen. Oder wer 30 Minuten für das beansprucht, was auch in 10 Minuten gesagt wäre.

Bessere Präsentationen sind von beiden Seiten aus möglich: die Vortragenden können sich entscheiden, mehr zu bieten. Aber die Zuhörer können sich auch entscheiden, mehr zu erwarten. Am besten tun Sie beides.

Mitten ins falsche Schwarz

Es gibt eine Menge Rhetorik-Tipps da draußen. Und jede Menge Tipps, um übersichtlichere PowerPoint-Folien zu gestalten. Jede Menge Storytelling-Finessen. Und jede Menge Hacks, um die Interaktion bei Instagram-Posts zu steigern. Und, und, und …

Und wenn das dann sogar alles funktioniert, wenn die Interaktion in den Social-Media-Kanälen steigt oder die Menschen nach dem Vortrag applaudieren, dann fühlt sich das erst einmal großartig an …

… bis man fragt: „Was ist denn hängen geblieben?“
… oder einer sagt: „Wie passt das denn zu Ihrem letzten Vortrag?“
… oder einer nach dem Tappen in die Sales-Funnel-Falle ruft: „Und das soll’s jetzt gewesen sein, was du mir versprochen hast?“

… und man dann merkt: Leider ins falsche Schwarze getroffen. Die Zuhörer sind begeistert, nehmen aber nichts mit. Die Kunden kaufen, sind aber enttäuscht, weil sie etwas anderes erwartet hatten.

Letztlich ist das auch eine Form von Aktionismus: die Feinheiten zu verbessern, bevor man das große Ganze geklärt hat. Wie besessen zu trainieren, bis alle Pfeile ins Schwarze treffen, bis man merkt, dass man auf die falsche Zielscheibe geschossen hat. Dann kommt erst einmal die große Ernüchterung. Wieder eine Aktion, die nichts gebracht hat.

Es scheint, als ob Ins-Schwarze-Treffen erst richtig schwer wird, wenn man in das richtige Schwarze treffen will.

Ich glaube, das Gegenteil ist der Fall.

Wer sein Ziel ganz genau kennt, der kann von diesem Ziel ausgehend sprechen. Der kann seine Präsentationen rückwärts erstellen und seine Kampagnen vom Ende aus planen. Dann treffen die Pfeile sehr viel leichter ins Schwarze. Die schwere Aufgabe – nennen wir sie lieber „die wichtige Aufgabe“ – besteht darin, die richtige Zielscheibe auszuwählen, um auf das richtige Schwarz zu zielen. Dann gerne mit allen Tricks, Hacks und Rafinessen, die Sie auftreiben können.

Bei wichtigen Terminen voll da sein

Was viele immer wieder gerne vergessen: Das Wichtigste bei einem Vortrag sind Sie! Je wichtiger der Vortrag, z.B. ein großer Pitch, desto wichtiger ist es, dass Sie selbst voll da sind.

Hier sind ein paar Tipps dazu, die selten auf den Checklisten stehen. Keine Geheimnisse, jeder weiß das – eigentlich – und trotzdem wird es erstaunlich oft vernachlässigt:

Kommen Sie ausgeschlafen!

Wer müde ist, kann sich schlecht konzentrieren. Gehen Sie früh genug ins Bett! Verzichten Sie auf die Party am Abend vorher!

Essen Sie rechtzeitig!

Sorgen Sie dafür, dass Sie während des Vortrags keinen Hunger bekommen und dass Ihr Zuckerspiegel nicht zu niedrig wird. Essen Sie rechtzeitig vor dem Vortrag noch etwas, jedoch nicht unmittelbar davor und keine schweren Mahlzeiten, die Sie müde und träge machen.

Trinken Sie genug!

Flüssigkeitsmangel fördert Kopfschmerzen und erschwert die Konzentration. Trinken Sie genug, aber nicht so viel, dass Sie während des Vortrags auf Toilette müssen.

Wenn Sie während des Vortrags trinken möchten oder müssen, wählen Sie am besten stilles Wasser. Kohlensäure lässt Sie aufstoßen, Kaffee & Co. wirken sich ungünstig auf die Stimme aus.

Schalten Sie Ablenkungen aus!

Lassen Sie Ihr Smartphone in der Zeit vor dem Termin aus. Sie brauchen jetzt keine schlechten Nachrichten wie die Absage Ihres Angebots oder Beschwerden Ihrer Angestellten. Alles andere kann sowieso warten. Facebook, Twitter und Instagram wird ein paar Stunden ohne Sie auskommen. Mit der hohen Frequenz an Updates, Bildern und VideoS fordern soziale Medien viel Aufmerksamkeit und verbrauchen dadurch wertvolle Ressourcen, die Sie für den Pitch oder das Meeting brauchen. Ihre Konzentration ist viel besser beim Vortrag aufgehoben.

Wie wird man souverän beim Vortragen?

Wie wird man souverän beim Vortragen? Indem man vorträgt. Immer wieder.

Mitreißende Präsentationen hält derjenige, der es oft tut und der versucht, jedes Mal ein bisschen besser zu werden. Top-Speaker sind deswegen so gut, weil sie den gleichen Vortrag hunderte Male halten. Sie kennen ihren Vortrag in und auswendig und sie haben die meisten Situationen bereits ähnlich erlebt. Deswegen können sie so souverän auf unvorhergesehenes reagieren und so spontan auf Kommentare aus dem Publikum antworten.

Präsentieren gehört zu den Fähigkeiten, die man nicht alleine mit einem Lehrbuch lernen kann. Man muss vor Menschen treten und präsentieren. Wenn man das oft genug tut, passiert u.a. folgendes:

Sie werden souveräner, denn Sie bekommen mit jedem Vortrag mehr Routine, werden gelassener, wissen, was kommt. Sie finden die Stellen, die noch nicht rund sind und verändern sie solange, bis sie passen. Sie lernen, wie Sie auf Fragen reagieren, deren Antwort Sie noch nicht kennen, nehmen Besserwissern schlagfertig den Wind aus den Segeln und finden den roten Faden schnell wieder, wenn sie ihn doch einmal aus den Augen verlieren sollten.

Sie werden spontaner, denn je öfter Sie etwas tun, desto mehr Situationen erleben Sie. Eine unerwartete Frage bringt Sie nicht aus der Ruhe. Die Anekdote, die Sie in der Kaffeepause vor Ihrem Vortrag bei Small Talk aufgeschnappt haben, fügen Sie mühelos in Ihre Story ein.

Und Sie werden authentischer, denn Sie zeigen sich von Ihrer „echten“ Seite, nicht der angestrengten Hoffentlich-mach-ich-nichts-falsch-Seite.

Kurz: Sie zeigen sich von Ihrer besten Seite, weil Sie sich wohl fühlen.

Nutzen Sie jede Gelegenheit, zu präsentieren und laut zu üben. Und holen Sie sich ehrliches Feedback von Menschen, denen Sie vertrauen.

Wie viel Vorbereitungszeit muss man eigentlich für eine gute Präsentation einplanen?

Viel.

Der ehemalige Apple-Mitarbeiter Mike Evangelist schreibt über die Vorbereitung seines Beitrags zu einer Apple-Keynote:

„The team and I spent hundreds of hours preparing for a segment that lasted about five minutes.“

Hunderte Stunden für einen 5-minütigen-Beitrag.

Und Sie?

Wenn es um Ihre Produkte geht, halten Sie es genauso. Die sind deswegen so gut, weil Sie und Ihr Team hunderte Stunden, Tage oder Mannjahre investieren, um sie zu perfektionieren. Es gibt extrem wenige erfolgreiche Dinge, die auf Anhieb gelingen.

Aber bei Präsentationen erwarten viele, dass das auf magische Weise irgendwie anders sei. Nur ist es das nicht. Eine großartige Präsentation benötigt Zeit. Viel Zeit.

12 Fragen: 11. Hab ich alles?

Es kann losgehen. Sie haben sich sorgfältig vorbereitet, einen fesselnde Story und tolle Folien. Beamer an! Nur: leider passt der Adapter nicht. Erst Hektik, dann Panik, gefolgt von verzweifelten „Ähs“ und „Öhs“. Vermeiden Sie diesen Last-Minute-Stress, indem Sie sich eine sorgfältige Checkliste machen, auf der Sie alles abhaken, was Sie für Ihren Vortrag brauchen.

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Dr. Michael Gerharz

Dr. Michael Gerharz