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Ihre Gedanken und meine Gedanken

“If you understood everything I said, you’d be me.”
– Miles Davis

Ich kann nicht in Ihren Kopf schauen. Ich weiß nicht, woran Sie denken, wenn Sie »blau« sagen. Welche Bilder in Ihrem Kopf entstehen, wenn Sie »Butter« sagen. Oder welche Gefühle Sie haben, wenn Sie vom »2. Quartal 2015« sprechen.

Aber Sie können mir helfen, dass bei Ihrem Vortrag auch in mir die richtigen Bilder und Gefühle entstehen, z.B. durch Analogien, Beispiele, Geschichten, Vergleiche, Definitionen. Das macht es mir leichter.

Allerdings ist das nur die erste Hürde. Wenn Ihre Gedanken dann in meinem Kopf sind, sieht es dort nämlich trotzdem anders aus als in Ihrem. Ich bewerte Gefühle, Bilder und Eigenschaften anders als Sie. Habe andere Erinnerungen und andere Erwartungen. In diesem neuen Kontext treffen Ihre Gedanken auf meine und in diesem Kontext verstehe ich Ihre Gedanken möglicherweise anders als Sie.

Wenn Sie andere von Ihren Ideen überzeugen möchten, dann dürfen Sie nicht voraussetzen, dass Sie verstanden werden. Verstanden zu werden erfordert Sorgfalt, Einsicht und Rücksicht. Je mehr, umso größer sind Ihre Chancen.

[Foto: Rvb (Miles Davis in Den Haag, 1986), Lizenz: CC-BY-SA]

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