Mitten ins falsche Schwarz

Mitten ins falsche Schwarz

Es gibt eine Menge Rhetorik-Tipps da draußen. Und jede Menge Tipps, um übersichtlichere PowerPoint-Folien zu gestalten. Jede Menge Storytelling-Finessen. Und jede Menge Hacks, um die Interaktion bei Instagram-Posts zu steigern. Und, und, und …

Und wenn das dann sogar alles funktioniert, wenn die Interaktion in den Social-Media-Kanälen steigt oder die Menschen nach dem Vortrag applaudieren, dann fühlt sich das erst einmal großartig an …

… bis man fragt: „Was ist denn hängen geblieben?“
… oder einer sagt: „Wie passt das denn zu Ihrem letzten Vortrag?“
… oder einer nach dem Tappen in die Sales-Funnel-Falle ruft: „Und das soll’s jetzt gewesen sein, was du mir versprochen hast?“

… und man dann merkt: Leider ins falsche Schwarze getroffen. Die Zuhörer sind begeistert, nehmen aber nichts mit. Die Kunden kaufen, sind aber enttäuscht, weil sie etwas anderes erwartet hatten.

Letztlich ist das auch eine Form von Aktionismus: die Feinheiten zu verbessern, bevor man das große Ganze geklärt hat. Wie besessen zu trainieren, bis alle Pfeile ins Schwarze treffen, bis man merkt, dass man auf die falsche Zielscheibe geschossen hat. Dann kommt erst einmal die große Ernüchterung. Wieder eine Aktion, die nichts gebracht hat.

Es scheint, als ob Ins-Schwarze-Treffen erst richtig schwer wird, wenn man in das richtige Schwarze treffen will.

Ich glaube, das Gegenteil ist der Fall.

Wer sein Ziel ganz genau kennt, der kann von diesem Ziel ausgehend sprechen. Der kann seine Präsentationen rückwärts erstellen und seine Kampagnen vom Ende aus planen. Dann treffen die Pfeile sehr viel leichter ins Schwarze. Die schwere Aufgabe – nennen wir sie lieber „die wichtige Aufgabe“ – besteht darin, die richtige Zielscheibe auszuwählen, um auf das richtige Schwarz zu zielen. Dann gerne mit allen Tricks, Hacks und Rafinessen, die Sie auftreiben können.

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