War früher alles besser?

Als ich damals als Doktorand begann, anders zu präsentieren, gab es eigentlich nur eine Reaktion: „Das kannst du nicht machen. Das ist unseriös. Gerade Wissenschaftler erwarten die vollständige Information auf den PowerPoints.“ Ich hab’s natürlich trotzdem gemacht und anschließend war die Reaktion immer gleich: „Mensch, heute hab’ ich wirklich ’was verstanden.“ Unseriös finde ich das nicht.

Bis heute höre ich noch diese Antwort: „Sie haben zwar recht, aber das kann man bei uns nicht so machen.“ Wie gerufen kam mir da Robin Detjes Kolumne in der aktuellen Cicero. Dort ärgert er sich über (das im Prinzip gleiche) Geschrei vom Untergang des Abendlandes, weil das gedruckte Buch bald vom digitalen eBook verdrängt wird:

Der ganze Kulturkonservatismus wird mir langsam widerlich – diese ständige Behauptung, dass alls Wahre, Gute, Schöne von gestern zu sein hat, während heute das Internet droht und Twitter uns alle zu lallenden Idioten machte. Ach, wie die alten Kulturkämpfer da in ihren selbst gebuddelten Schützengräben hocken und auf die Horden der verblödeten Jugend von heute warten, das ist wirklich ein lächerlicher Anblick. Ich würde mich viel lieber an dem freuen, was die Zukunft bringt.

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