STOP – oder es knallt

Vier Buchstaben auf rotem Grund, sonst nichts! Das STOP-Schild macht richtig, was viele PowerPoint-Folien falsch machen.

Es ist Freitagabend. Im Feierabendverkehr nähern Sie sich einer Kreuzung. Auf einem bunten, achteckigen Schild steht: „Gefährliche Kreuzung! Verkehrsfluss der kreuzenden Hauptstraße nicht stören. Bitte an der unten angebrachten weißen Linie anhalten. Erst fahren, wenn sich eine Lücke im Straßenverkehr ergibt.“ Was in dieser Situation absurd klingt, ist in Meetingräumen Alltag: hoffnungslos vollgeschriebene Folien.

Niemand käme auf die Idee, auf ein STOP-Schild alle Informationen aus der Straßenverkehrsordnung zu schreiben. Das wäre sogar gefährlich, denn es würde die Fahrer ablenken. Warum aber lenken Sie Ihr Publikum mit all den Informationen auf Ihrer Folie ab? Nur weil es nicht um Leben und Tod geht?

Lernen Sie von der Straßenverkehrsordnung präsentieren mit unserem neuen Download: STOP – oder es knallt.

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Kleiner Unterschied, große Wirkung

5 km/h mehr oder weniger machen doch wirklich keinen großen Unterschied. Geblitzt wird man bei dieser Differenz normalerweise noch nicht. Und passieren kann eigentlich auch nicht viel. Oder doch? 

Schauen wir mal genauer hin:

Offenbar machen 5km/h doch einen Unterschied – einen ganz gewaltigen sogar; möglicherweise gar den Unterschied zwischen Leben und Tod.

Natürlich hätte Prof. Johnston Ihnen auch einfach in einem Satz sagen können, dass eine Geschwindigkeitsdifferenz von 5 km/h bei einer Ausgangsgeschwindigkeit von 60 km/h nach 50 m Bremsweg einen Unterschied von 27 km/h ausmacht und mithin die Aufprallgeschwindigkeit so hoch ist, dass Sie dabei sterben können.

Das hätten wir ihm wahrscheinlich auch schon geglaubt – schließlich ist er Professor und Mathematik lügt nicht. Aber erstens müssen wir, während er diesen komplizierten Satz sagt, erst einmal alle diese Daten verstehen und für uns in Bilder übersetzen, damit wir sie uns vorstellen können. Zweitens, begreifen wie sehr viel unmittelbarer, wie drastisch sich diese Differenz der Aufprallgeschwindigkeit von 27 km/h in der Realität auswirkt, indem wir die Folgen mit eigenen Augen beobachten.

Show don’t tell

Und genau damit arbeitet dieser Videoclip: Zahlen sichtbar und erfahrbar zu machen. Indem wir die beiden Autofahrer beobachten, können wir uns umittelbar in die Situation hineinversetzen. Vielleicht erinnern wir uns sogar an eine ähnlich brenzlige Situation, in der wir selbst einmal steckten.

Generell verstehen wir Zahlen dadurch besser, dass wir Ihre Bedeutung sichtbar machen: durch Bilder oder durch Geschichten. „Show don’t tell“ nennt man das: Sag’ mir nicht, was du mir genau so gut zeigen kannst. Denn wenn du es mir zeigst, kann ich es besser verstehen, weil ich mich vor meinem inneren Auge hineinversetzen kann.

In dem Video tun die Zeitlupeneffekte ihr übriges, um die Botschaft in unseren Köpfen zu verankern, denn sie wirken als Überraschungseffekt. Und die wiederum steigern bekanntlich die Aufmerksamkeit und die Einprägsamkeit.

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Die schlechten Manieren im Verkehr visualisiert

In New York kommen täglich bei Verkehrsunfällen vier Menschen ums Leben oder werden schwer verletzt, 3/4 davon an Kreuzungen. Der Designstudent Ron Gabriel hat sich in seiner Masterarbeit gefragt, ob er aus der Vogelperspektive Ursachen dafür erkennen kann.

An einer Kreuzung hat er eine Kamera in einigen Metern Höhe platziert und sich das Verkehrsgeschehen an mehreren Tagen aus der Vogelperspektive angesehen. Anschließend hat er das Verhalten der Teilnehmer in diesem kurzen Film unter die Lupe genommen:

Man erkennt gut, dass sowohl Autofahrer wie auch Radfahrer und Fußgänger bisweilen haarsträubende Manöver durchführen; fast wundert man sich, dass nicht noch mehr passiert.

Sichtbar wird das durch sparsame, aber konsistente Markierungen der Verkehrsteilnehmer. Das funktioniert aus zwei Gründen besonders gut. Erstens lenkt Gabriel die Aufmerksamkeit durch die roten “Zappelmarken” genau auf diejenigen Situationen, in denen sich ein Verkehrsteilnehmer besonders „schlecht“ benimmt.

Zweitens werden nur diejenigen Verkehrsteilnehmer markiert, die auch anschließend in eine gefährliche Situation verwickelt sind. Die Markierungen wären völlig wertlos, wenn Gabriel sich dazu entschlossen hätte, alle Verkehrsteilnehmer als Auto, Fahrrad oder Fußgänger zu markieren – ein Fehler, den ich immer wieder in Präsentationen beobachte.

In solchen Fällen wird dann alles irgendwie gekennzeichnet. Weil dann das Wesentliche aber eben auch nicht mehr erkennbar ist (wenn alles wichtig ist, ist nichts wichtig), verwenden die Autoren noch mehr Markierungen, z.B. Pfeile oder weitere Farben – was es aber noch unübersichtlicher macht.

Wenn alles wichtig ist, ist nichts wichtig.

Was man aus Ron Gabriels Verhaltensanalyse der Verkehrsteilnehmer lernen kann ist nicht nur, dass es zu viele Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger, die sich im Verkehr schlecht benehmen. Man sieht auch, wie hilfreich es bisweilen ist, die Vogelperspektive einzunehmen und die Blicke der Betrachter gezielt auf das Wesentliche zu lenken.

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… und tschüss – freie Fahrt in die Selbstverantwortung

Verhülltes Schild der Aktion

In Deutschland gibt es laut ADAC schätzungsweise 20 Millionen Schilder. Kaum eine Verkehrssiutation, die nicht geregelt wäre, kaum eine Kreuzung, die nicht abgesichert wäre. Da kann eigentlich nicht mehr viel passieren. Alles sicher, oder?

Der Rhein-Sieg-Kreis, zu dem auch meine Heimatstadt Troisdorf gehört, ist da anderer Ansicht. Gerade wieder hat er die Aktion … und tschüss verlängert, ein Gemeinschaftsprojekt mit dem ADAC. Es hat sich zum Ziel gesetzt, den Schilderwald im Kreisgebiet zu lichten, um langfristig die Verkehrssicherheit zu steigern, indem ein beträchtlicher Teil der Schilder zunächst verdeckt und anschließend entfernt wird. Aber wieso sollte das die Sicherheit steigern?

Selbstverantwortung statt Gleichgültigkeit

Kreisdirektorin Heinze: “Die Überfrachtung des Verkehrsraumes durch zu viele unnötige Schilder führt zu einer Überforderung der Verkerhsteilnehmer, die schnell in Unachtsamkeit im fließenden Verkehr und Gleichgültigkeit gegenüber allen Verkehrszeichen und -regeln umschlagen kann.” Mit anderen Worten: Gerade die übersorgfältige Beschilderung, also der Drang, alles – wirklich alles – explizit zu kennzeichnen, führt dazu, dass die wesentlichen Informationen verloren gehen. Die wirklich wichtigen Verkehrshinweise werden offenbar ignoriert, wenn die Verkehrsteilnehmer abstumpfen und Hinweisen generell weniger Beachtung schenken.

Stattdessen zielt die Aktion darauf, die Selbstverantwortung zu stärken, wie der Vorsitzende der Unfallkommission im Rhein-Sieg-Kreis erklärt: “Weniger ist hier mehr, der Verkehrsteilnehmer wird nicht gegängelt, sondern seine Selbstverantwortung dadurch gestärkt.” So bleibt er umsichtig und erkennt gefährliche Situationen, wenn es darauf ankommt, weil er erstens selber mitdenkt und zweitens wichtige Informationen als solche wahrnimmt.

Weniger statt Mehr

Wenn Sie Ihre Präsentationen mit Fakten überladen, alles erzählen, was Ihnen zu Ihrem Thema einfällt, damit Ihre Zuhörer auch wirklich nichts übersehen, könnte das einen ähnlichen Effekt haben wie beim Schilderwald: Überforderung, die in Unachtsamkeit und Gleichgültigkeit umschlägt. Sie können Ihren Zuhörern ruhig etwas Selbstverantwortung zugestehen und ihre Aufmerksamkeit auf die wirklich wichtigen Aspekte lenken, indem Sie Ihre Botschaften prägnant auf den Punkt bringen und spannend präsentieren.

Übrigens wurde bereits 1997 das Aufstellen von Verkehrsschildern eingeschränkt, so dass heute Verkehrsbeschränkungen erst dann erlaubt sind, wenn die Gefahrenlage erheblich über dem allgemeinen Risiko liegt. Im vergangenen Jahr wurden zudem viele Verkehrsschilder für überflüssig erklärt, um den Schilderwald abzuholzen. Das Problem: Wenn ein Schild erst einmal aufgestellt ist, verschwindet es so schnell nicht mehr, meist erst bei teuren Aktionen wie der “… und tschüss”-Aktion. Bei Folien ist das oft nicht anders. Was einmal drauf steht, verschwindet so schnell nicht mehr.

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Wachrütteln ohne zu schocken

“Fast Sterben hat noch nie etwas verändert … Nur der Tod ändert alles.” Dieses Zitat von Dr. House aus der gleichnamigen TV-Serie bringt das Dilemma all derjenigen auf den Punkt, die Leben verändern möchten, ihr eigenes oder das anderer Menschen. House sagt es zu seiner Assistentin, die seit Kurzem weiß, dass sie genetisch bedingt an der tödlichen Huntington-Krankheit sterben wird. Er sagt es, um ihr zu erklären, was sie nicht verstehen kann: wieso eine ihrer Patientinnen zurück in ihre (bedeutungslose) Rolle als Assistentin schlüpft, anstatt selbst nach einer Führungsposition zu streben, wofür sie sich eigentlich im Angesicht ihres (anschließend verhinderten) Todes bereits entschieden hatte.

Es ist das gleiche Dilemma, in dem Verkehrssicherheits-, Antiraucher- und ganz allgemein Gesundheitskampagnen stecken. Wie überzeugt man jemanden, der eigentlich schon alle guten Gründen gegen sein Verhalten kennt, davon, sein Leben endlich doch zu ändern? Oft setzen entsprechende Kampagnen auf drastische Motive, nicht selten verpackt in einen emotionalen oder satirischen Kontext.

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Einen anderen Ansatz wählt die britische Grafschaft Sussex. Wachrütteln ohne zu Schocken lautet das Motto der grandiosen Embrace-Life-Kampagne:

Wirkungsvoll wird die Kampagne gerade durch das, was man nicht sieht. Sie betont – im Gegensatz zu vielen, vielen anderen Kampagnen – ausrücklich das Positive (“Embrace Life”) und eben nicht das Negative. Sie sagt nicht: “Wenn du das nicht lässt, dann wirst du krank/tot/einsam sein.” sondern rät: “Tu’ es für (d)ein schönes Leben.”

Der konkrete Erfolg solcher Kampagnen ist schwer messbar und sicher funktioniert nicht jede Kampagne für jede Zielgruppe gleich gut. Die Brüder Dan und Chip Heath fassen in ihrem Buch Was bleibt ein paar Empfehlungen zusammen, wie emotionale Botschaften bei der Überzeugungsarbeit helfen, von denen sich viele Tipps in der Embrace-Life-Kampagne wiederfinden: “Wie bringen wir andere dazu, dass sie sich von unseren Ideen angesprochen fühlen? Wir zwingen sie, ihre analytische Haltung abzulegen [“Helft Rasern. Spendet Hirn”-Plakat]. Wir schaffen Empathie für bestimmte Personen [“Runter vom Gas”-Plakat]. Wir zeigen, dass unsere Ideen mit etwas verknüpft sind, das den Menschen bereits am Herzen liegt. Wir sprechen ihr Eigeninteresse, aber auch ihre Identität an – und zwar nicht nur die Menschen, die sie gerade sind, sondern auch die, die sie gerne wären [“Raser sind so cool”-Plakat].”

Vielleicht der beeindruckendste Vortrag, den ich bisher zum Thema Motivation gesehen habe, stammt von Alan Sim, Sicherheitsbeauftragter bei Woodside, Australiens größter Ölgesellschaft. Sie können ihn entweder hier oder hier herunterladen (leider nicht auf YouTube verfügbar). Wenn Sie die 12 Minuten nicht investieren, verpassen Sie einen der eindringlichsten und emotionalsten Apelle an das Gewissen, den ich kenne. Sie werden anschließend (hoffentlich) nie mehr versuchen, jemanden mit Hilfe einer PowerPoint-BulletPoint-Regelliste zu überzeugen, Vorschriften einzuhalten.

[via Before&After Design Talk und Slides that Stick]

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Beispiel eines Legible-London-Wegweisers

Seit einiger Zeit testet die Stadt London ein neues Leitsystem für Fußgänger. Das ehrgeizige Ziel: bis 2015 soll London die fußgängerfreundlichste Stadt der Welt werden. Was dort unter dem Schlagwort Legible London entwickelt wird, ist ein Musterbeispiel dafür, wie Kommunikation durch kleinste Details klarer wird. Hier kann man viel lernen – auch für Präsentationen.

Die Vorgeschichte

Die Stadt stellte fest, dass in London immer weniger Strecken zu Fuß zurückgelegt werden. Selbst für kürzeste Entfernungen wird die “Tube” genutzt – und zwar auch dann, wenn der Fußweg schneller wäre. Dazu trägt nicht unerheblich bei, dass der berühmte Plan der Londonder U-Bahn nicht nur bei seiner Einführung revolutionär war, sondern auch heute noch ein Vorzeigebeispiel übersichtlicher Darstellung ist – und laut Umfragen erste Wahl bei der Orientierung in London bleibt.

Fußgänger müssen sich in London mit 32 verschiedenen Leitsystemen zurecht finden.

Als Fußgänger dagegen muss man sich in einem Wust von nicht weniger als 32 verschiedenen Leitsystemen orientieren, und die sind bisweilen inkonsistent und daher verwirrend. Abhilfe schaffen soll ein neues einheitliches Leitsystem für London, das unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse optimal auf die Bedürfnisse von Fußgängern zugeschnitten ist. Die Lösung ist detailverliebt und gerade deswegen lehrreich.

Wie orientieren sich Fußgänger?

Das Projekt “Legible London” hat nicht einfach schickere Stadtpläne und Wegweiser designt, sondern zunächst einmal gründlich hinterfragt, welche Informationen Fußgänger eigentlich wann und in welcher Form brauchen (tun Sie das auch für Ihre Zielgruppe?). Offenbar benötigen wir nämlich in unterschiedlichen Phasen unterschiedliche Informationen. Je weiter wir uns einem Wegweiser nähern, desto genauer schauen wir hin:
In unterschiedlichen Entfernungen sind unterschiedliche Informationen interessant.
Legible London löst das so: Der “Walker”, eine gelbe Markierung am oberen Rand, kennzeichnet schon aus großer Entfernung jedes Hinweisschild. Große Schriften im oberen Teil geben Richtungsangaben zu wichtigen Punkten in der Umgebung, die man auch im Vorübergehen leicht erkennen kann. Darunter finden sich zwei Planungskarten, die Detailinformationen der unmittelbaren Umgebung enthalten. Interessantes Detail: Die Schilder sind so entworfen, dass die wichtigsten Informationen, Wegweiser zu nahen Sehenswürdigkeiten oder Straßen, oben angeordnet sind, so dass sie auch über eine Menschenmenge hinweg erkannt werden können.

Wie denken Fußgänger?

Schmaler Legible-London-Wegweiser

In der Schule lernen wir, dass Karten eingenordet sind. Für die Orientierung von Fußgängern hat es nach den Erkenntnissen von Legible London jedoch erhebliche Vorteile, wenn die Karten in Blickrichtung ausgerichtet sind. Auf diese Weise kann die Umgebung mit der Karte leichter in Einklang gebracht werden, so dass man sich als Fußgänger schneller und zuverlässiger orientiert.

Es lohnt sich offenbar, auch etablierte Verfahren immer wieder zu hinterfragen, wenn dadurch ein Ziel, in diesem Fall eine schnellere Orientierung, besser erreicht werden kann. Es ist eben nicht richtig, nur weil alle es tun. Anders ausgedrückt: Brauchen Ihre Folien wirklich so viel Text?

Entfernungen werden durch Zeitangaben verständlicher

Eine weitere Konvention bricht Legible London bewusst: praktisch alle Karten geben Entfernungen räumlich an, z.B. in Metern. Mittlerweile weiß man jedoch, dass Fußgänger sich mit Hilfe von Zeitangaben leichter orientieren. Die Detailkarten auf den Legible-London-Säulen zeigen daher Umkreise, die in 5 und in 15 Minuten bequem zu Fuß erreichbar sind. Anders ausgedrückt: Ihre Zuhörer wollen nicht nur Fakten, sondern auch wissen, was eine Information für sie bedeutet.

Gebäude werden in 3D dargestellt und mit nützlichen Zusatzinformationen versehen

Darüberhinaus unterstützen die Karten die Leser mit zahlreichen praktischen Details, damit Routen optimal geplant werden können. Bei wichtigen Sehenswürdigkeiten sind die Eingänge eingezeichnet, für Behinderte werden Treppen und Gehsteigbreiten gekennzeichnet und 3D-Repräsentationen der wichtigsten Gebäude helfen auch Menschen mit Leseschwäche, die Karten richtig zu nutzen. Anders ausgedrückt: Unterstützen Sie Ihre Zuhörer mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten darin, Ihre Präsentation bestmöglich zu verstehen?

In komplexen Themen ist klare Kommunikation besonders wichtig. Und gerade in alltäglichen Situationen behindern alte Konventionen schon einmal bessere Lösungen, weil es eben “schon immer so gemacht wurde”. Die Neuentwicklung eines Leitsystems für die Weltmetropole London zeigt jedoch, dass eine rigorose Analyse der Bedürfnisse der Zielgruppe, hier der Fußgänger, den Blick für das Wesentliche schärft. So können pragmatische Lösungen gefunden werden, die mehr sind als schickes Design, sondern Informationen so aufbereiten, dass sie optimal verstanden werden.

Weitere Informationen
Die Homepage von Legible London enthält zahlreiche Hintergrundinformationen und weitere Beispiele.
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Typojournal enthält einen schönen Artikel zu dem Thema (und viele weitere interessante Artikel zum Thema Lesbarkeit). 

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Dr. Michael Gerharz

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