Cute and clever is a trap

Cute and clever is a trap that businesses easily fall into. It’s deceptive because it seems that this is what the others are doing as well. When you see these slick presentations that win the deal, it’s easy to jump to the conclusion that it’s the slickness that did the job.

Yet, more often than not that’s not the case. It’s clarity that wins in most cases. With clarity comes slickness. Not the other way around.

You can have beautiful words, gorgeous slides, and catchy titles. Yet, when clarity is missing, your audience will not buy into your story.

It’s like with special effects in a movie. A movie with great special effects might be fun to watch, but a movie with a great story beats the special effects every time. Of course, a great story that’s implemented brilliantly beats both.

For presentations, it’s the same. Clarity beats slickness. Clarity plus slickness beats both. The good news is that once you have clarity, it’s so much easier to find the slickness that you were looking for.

Leaders who struggle in front of a crowd

Why is it that some leaders who are brilliant, passionate communicators in 1:1 settings become stiff and monotonous when speaking to audiences? It’s not that they are shy or anything. They are not. They also don’t have a problem to be exposed on a stage. It’s part of the job description and they will just do what’s required. Yet, it’s obvious how they don’t enjoy it. They prefer more intimate settings a great deal.

So why is it that they are not as brilliant on stage as they are in 1:1? A major cause is that they don’t feel comfortable with the story that has been prepared for them, e.g. by the marketing department or by some assistant. It’s not that the story isn’t great. But somehow it doesn’t feel right. It’s not how they would speak. It’s not how humans speak. It’s how companies speak.

Therefore, it doesn’t feel natural to them. They don’t trust that it will resonate.

There’s no doubt that they do believe it to be true. But they don’t trust in the way they tell it. It’s not how they normally talk. It’s not how they speak in a conversation. And so, it doesn’t really resonate with them themselves. Therefore, they lack that last bit of confidence that turns a good speech into a great one.

In 1:1 or a closed circle, where these leaders can interact or where they clearly have the lead, it feels totally different for them. They just say what they believe in. They are not “on record”.

And that makes a big difference. In front of a crowd, their speaking is scripted. And it is scripted in a way that doesn’t feel true to themselves. It’s not who they are and how they normally speak.

It feels a little awkward.

One of the things that distinguishes masterful communicators from mediocre ones is that the latter have found a voice that is true to themselves, even when speaking to crowds of people. Even then, they are speaking from their heart saying words they believe in, in a way they believe in. And with this comes confidence, the confidence that’s required to move an audience.

So, the next time you’re about to enter a stage, ask yourself: is this how I would say it?

It’s still story first!

For many of us, the new world of online communication feels like a restart. We have to get used to new technologies and accustom ourselves to speaking in front of a camera. This brings about many new challenges. Which camera is best? How do I arrange the lighting? What’s a good microphone? The list goes on. Yet: don’t fall into the trap of distracting yourself with technology!

To be sure, it’s important to look good on video. It’s even more important to have great sound. But: just as with PowerPoint and any other technological trend of the past, having a great story takes you a long way while great technology has never been a substitute for relevance and resonance of your content.

It’s still story first!

Therefore, this is what you should primarily focus on: How do I need to adapt my story so that it works on video? What’s different for my audience when viewing me on a small screen compared to interacting with me face-to-face? How can I engage them although we might be continents apart?

This has more to do with empathy and storytelling than it does with technology. By any means, use the best technology you can get. But don’t loose sight of what matters most: the connection to your audience.

Anfang und Ende

Eine Präsentation beginnt am Anfang und endet am Schluss. Außer sie tut es nicht. Wie die meisten Präsentationen. Ihre?

In jeder notwendigen Präsentation geht es um Veränderung: Der Vorstand soll das Problem erkennen. Die Kunden sollen Ihr Produkt kaufen. Die Mitarbeiter sollen verstehen, wie das Unternehmen dasteht. Die Menschen sollen sich bewusster ernähren.

In jedem Fall sollen Menschen nach Ihrem Vortrag die Welt (in dem betreffenden Ausschnitt) anders sehen als vorher. Und genau diese Veränderung bestimmt Anfang und Ende Ihrer Präsentation. Wenn das Publikum den Raum betritt, dann hat es eine Sicht auf die Welt, nach dem Vortrag eine andere. Sie holen es am einen Punkt ab, dem Anfang, und liefern es am anderen ab, dem Ende.

Daraus folgt unmittelbar, dass sich der Anfang Ihrer Präsentation nicht um Sie dreht (z.B. in Form Ihrer Unternehmensgeschichte, Organisationsstruktur, Portfolio), sondern um das Publikum. Es soll erkennen: Hier bin ich richtig. Das betrifft mich. Der meint mich.

Das Ende Ihres Vortrags ist genau der Punkt, an dem die Veränderung erreicht ist. Also insbesondere nicht der Satz »Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit«. Auch nicht die nochmalige Aufzählung Ihrer Kernaussagen. Es ist der Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt, weil Sie das Publium zum zwingenden »Aha« geführt haben.

Voraussetzung dafür ist natürlich: Sie haben ein Aha, kennen es selbst und wissen, was es mit dem Publikum zu tun hat.

Victoria und die moderne Technik

Sebastian Schippers Film „Victoria“ hat auf der Berlinale einige Furore gemacht, weil er mit einer einzigen Aufnahme und ohne jeden Filmschnitt entstanden ist. Das klingt einfach, erfordert aber in Wirklichkeit eine ungeheure Kraftanstrengung, zumal der Film mit 140 Minuten nicht gerade kurz ist.

Aber wozu das Ganze? Ist das nicht bloße Spielerei? Ist es nicht gerade eine Errungenschaft, dass wir im modernen Film schneiden können? Dass wir uns auf die wesentlichen Story-Elemente konzentrieren können, und Momente, die die Story nicht weiter bringen, überspringen können?

Hanns-Georg Rodek schreibt in der Welt über Victoria:

„Gewöhnliches Kino, das ist ein Teppich aus sekundenkurz hochgefahrenen Intensitätsflicken. “Victoria” hingegen ist nahtlose Intensität von der ersten bis zur letzten Minute. Der One-Take-Film, die 140 Minuten dauernde Plansequenz, das klingt wie reiner Cineasten-Ehrgeiz. Doch eigentlich wirft Schipper dem Hollywood-Kino eine ungeheuerliche Herausforderung vor die Füße. Beide arbeiten sie mit derselben digitalen Technik, und doch trennen sich mit “Victoria” die Wege radikal.

Der eine führt in vom Computer erzeugte Universen, wo menschliche Formen reine Manipuliermasse sind. Der andere Weg, und dank “Victoria” wissen wir nun, dass es ihn gibt, nutzt die moderne Technik, um noch näher an den Menschen heran- und in den Menschen hineinzukommen.“

Es geht nämlich niemals um die Technik, sondern immer nur um die Menschen. Ihre Ziele, Motivationen, Gefühle. Die Technik ist immer nur das Mittel zum Zweck – das Mittel, um Emotionen sichtbar zu machen und Situationen erlebbar zu machen, die ich sonst selber nicht erleben und erfahren würde. Mal erfordert das wilde Schnitte, mal aufwändige Computergrafik, mal nur einen Raum mit zwölf Männern und mal, wie bei Victoria, eine ungeschnittene Begleitung von ein paar Menschen in Berlin. Aber immer bestimmt die Situation das Mittel, nicht umgekehrt.

Natürlich auch bei Ihrer Präsentation. Ob die richtige Umsetzung eine High-Tech-Animation, die neue ultra-coole Präsentationssoftware oder eben die ungeschnittene Intensität der persönlichen Ansprache ist, bestimmt die Geschichte. Nur mit einer spannenden Story berühre ich mein Publikum. Dann wiederum kann die richtige Technik die Erfahrung für das Publikum ins Unermessliche steigern, in der Präsentation wie im Film.

John Lasseter, Kreativchef von Pixar, die bekanntlich einen gigantischen technischen Aufwand für ihre Animationsfilme betreiben, erklärt das so:

„No amount of the best animation in the world will ever save a bad story, or a bad story reel. But once you have a really good story reel and it’s working, it will get 10 to 100 times better once it’s animated and in color.“

Und so ist auch Victoria zu verstehen. Dass es ein One-Take-Film ohne Schnitt geworden ist, ergibt sich aus der Intensität der Geschichte, die auf diese Weise verstärkt wird. Erst kam die Geschichte, dann die Idee, sie ohne Schnitt umzusetzen. In diesem Interview erklärt der Regisseur, Sebastian Schipper, warum er Victoria, dessen Handlung sich um einen Banküberfall herum entwickelt, nicht als »normalen« Thriller inszeniert hat:

Sebastian Schipper in dem Interview:

„Der langweiligste Banküberfall, bei dem vielleicht nur ein paar schlecht organisierte Typen 5000€ aus der Bank rausholen – wenn ich dabei sein könnte, unsichtbar, dann wär’s eins der größten Erlebnisse meines Lebens. Das wär so wahnsinnig spannend. Warum verplempert Kino soviel Energie und Zeit und Kosten und Wahnsinn und Potential damit, immer alles aufzublasen.“

Stattdessen wollte er so nah an die Menschen, so nah wie es irgendwie ging – „unsichtbar“ – die Menschen begleiten. Das Ironische daran ist, dass er dafür – natürlich – auch einen immensen Aufwand getrieben hat. Aber eben den Aufwand, der zu seiner Story passt, und nicht die spektakulären computeranimierten Explosionen oder atemberaubende Superschurken-Technik aus typischen Blockbustern.

Aufwand gehört am Ende immer dazu, wenn man seine Geschichte so erzählen möchte, dass sie die Menschen berührt. Auch wenn man ihn nicht sieht. Gerade wenn man ihn nicht sieht. Das Leichte erfordert immer eine vorherige Anstrengung. Entscheidend ist aber, dass es die richtige Anstrengung ist. Dass mein Ziel, dass meine Story den Aufwand bestimmt, nicht umgekehrt.

Und am Ende gehört auch fast immer doch Technik dazu, ohne die auch Victoria nicht möglich gewesen wäre, wie Rodek in der Welt erläutert:

„Das hat es in der Filmgeschichte noch nicht gegeben. Konnte es auch nicht, vor der Erfindung digitaler Kameras. Schipper nutzt den technischen Fortschritt, wie “Star Wars” und “Batman” den technischen Fortschritt nutzen, aber diametral anders. Ihm geht es nicht um die Perfektionierung der Illusion, sondern um die Augmentierung von Realität.“

Wie sich die Bundesregierung von den Medien befreit

Die Bundesregierung kommuniziert ihre Politik jetzt auch auf Facebook.

Die Bundesregierung ist jetzt auch auf Facebook. Hört sich niedlich an, ist es aber nicht. Seit Jahren dehnt sie Pressestelle der Bundesregierung ihre Eigenkommunikation stetig aus. Podcasts, Twitter, jetzt eben Facebook.

Das hat natürlich etwas mit Bürgernähe zu tun. Aber für die Bundesregierung ist es mehr als das. Es ist die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, welche Geschichten über ihre Politik erzählt werden und wie.

Früher bestand die Aufgabe des Regierungssprechers darin, den Medien die Politik der Bundesregierung zu erklären. Seine Kunden waren die Journalisten. Er machte seinen Job dann gut, wenn die Journalisten seine Sprechweise aufgriffen.

Aber es gab eben immer diese Schnittstelle. Die Aufgabe der Journalisten war es, daraus Nachrichten und Kommentare zu formen. Was die Menschen also von der Politik zu lesen und hören bekamen, war stets durch die Brille der Journalisten gefärbt.

In Deutschland gibt es sogar strenge Regeln, die die Unabhängigkeit der Presse und des öffentlichen Rundfunks gewährleisten sollen, um eine möglichst objektive Berichterstattung zu ermöglichen und die Gleichschaltung der Presse zu verhindern.

Mit ihrem Facebook-Auftritt geht die Bundesregierung einen weiteren Schritt, um in Zukunft auf die Schnittstelle »Journalist« nicht mehr angewiesen zu sein. Sie schaltet die Medien nicht gleich, sie macht sie überflüssig. Auf ihren Kanälen bestimmt die Bundesregierung, wie jedes Unternehmen auch, ihre eigene Story. Sie gibt die Geschichte vor, sie stellt die Bilder zur Verfügung, sie liefert die Küchenzurufe, die die Meldung auf den Punkt bringen. Und die Art und Weise, wie sie es macht, macht es den Lesern und Zuschauern leicht, die Story zu teilen, z.B. indem sie Bilder zur Verfügung stellt, die den Küchenzuruf schon enthalten.

Mit Bildern unterstützt die Bundesregierung ihre Meldungen auf Facebook und Twitter.

Das ist ihr gutes Recht. Aber es ist damit umso wichtiger, dass es gleichgewichtige Stimmen gibt, die dem etwas entgegensetzen. Je besser die Pressestelle der Bundesregierung ihren Job macht – und sie macht ihn gut – desto wichtiger ist es, dass andere ihre Arbeit kommentieren. Und dass sie es genau so gut tun wie die Regierung, die es den Lesern leicht macht, ihre Sichtweise zu teilen.

Die 12 Geschworenen

Der Film „Die 12 Geschworenen“ ist spannend von der ersten bis zur letzten Sekunde. 12 Männer in einem Raum, keine Musik, keine Special-Effects. Pure Handlung. Wenn die Story stimmt, braucht man keine Effekte.

Umgekehrt gilt die Gleichung nicht. Ein aufwändig produzierter Film bleibt langweilig, wenn die Story nicht stimmt. Wenn die Effekte stimmen, darf man auf ein Staunen beim Publikum hoffen, mehr aber auch nicht.

Ihre Präsentation ist nicht so aufwändig produziert, dass Sie auf dieses Staunen hoffen können. Also sorgen Sie dafür, dass die Story stimmt. Erst recht, wenn Sie wenig Zeit haben. Dann machen Sie es lieber den 12 Geschworenen gleich, ohne Effekte. Mehr noch: Bevor Sie sich überhaupt über eine Folie Gedanken machen, investieren Sie die Zeit lieber in eine gute Story. Wir helfen gerne.

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Was meinen Sie eigentlich mit begeistern?

Worüber sollen die Menschen nach Ihrem Vortrag reden? Über Sie oder über Ihre Sache?

„Also wie Sie die Menschen immer in Ihren Bann ziehen. Und wo Sie immer diese witzigen Bilder hernehmen? Faszinierend!“ Das Lob nach dem Vortrag hätte nicht überschwänglicher sein können.

Und morgen? Alltag!

Sie hat kein Mensch für Ihren Vortrag gelobt – obwohl Sie genau so dynamisch die ganze Bühne genutzt haben und genauso eindringlich mal laut und schnell, mal leise und nachdenklich gesprochen haben. Und das ist gut so.

Dafür blieb nämlich keine Zeit. Zu beschäftigt waren die Zuhörer damit, noch mehr über Ihre Idee zu erfahren und darüber zu diskutieren. Sie haben Fragen provoziert und die Menschen zum Nachdenken angeregt. Die Gespräche nach Ihrem Vortrag drehten sich nicht um Sie, sondern um Ihre Sache.

Sie hatten nicht nur eine tolle Show, sondern eine tolle Story. Nicht nur einen Wow-, sondern einen Aha-Effekt.

Sie haben den Alltag verändert. 

Entfachen Sie nicht Begeisterung für sich oder die Technik. Begeistern Sie die Menschen für Ihre Sache.

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Dr. Michael Gerharz

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