Interview: Juli Gudehus über Kreativität

 

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Juli Gudehus ist Gestalterin, genau das: Gestalterin, nicht Designerin oder Grafikerin oder sonst irgend etwas. Im vergangenen Jahr durfte ich in einem tollen Vortrag auf dem Forum Mediendesign in Köln erfahren, warum ihr diese Bezeichnung so wichtig ist, und wie vieler Umwege es bedurfte, bis sie selbst sich dessen klar wurde. In dem tief bewegenden Vortrag gab sie den angehenden Studenten einige wertvolle Erfahrungen mit auf den Weg, die sie auf diesen Umwegen gelernt hatte. Drei davon sind bei mir besonders hängengeblieben: sei du selbst (und versuche nicht irgendjemand zu sein, den andere in dir sehen), du bist kreativ (weil du etwas tust), verfolge deine Träume (damit du das tust, was dir wirklich etwas bedeutet).

Bekannt geworden ist Juli Gudehus durch ihre graphische Umsetzung der Genesis, die sie noch während ihres Studiums zum Shootingstar machte. Das Buch erzählt die Schöpfungsgeschichte mit Hilfe von Piktogrammen auf humorvolle und bisweilen tiefgründige Weise. Im März erscheint eine Neuauflage des Werks im Carlsen Verlag.

Ich habe Juli Gudehus gefragt, was für sie Kreativität bedeutet und wie sie neue Ideen findet.

1. Was ist für Sie “Kreativität”?

Eine ganze Reihe von Tätigkeiten werden untrennbar mit Kreativität assoziiert: singen, malen, basteln, stricken, tanzen, Makramee. 

Stimmt das wirklich? einfach so? Unserem Berufszweig, und auch noch ein paar anderen, wird schon von vorneherein die Kreativität zuerkannt. Wir sind die »Kreativen«. Aber sind wir es wirklich? Wir sind kreativ, ein Biochemiker, Bestattungsunternehmer oder Bäcker dagegen nicht. Dieses Vorurteil ärgert mich, vor allem, weil wir es auch noch selber glauben. Und es stimmt einfach nicht. Es gibt verdammt viele »Kreative«, die völlig unkreativ sind. Unkreativ, meine ich, weil ich es nicht für kreativ halte, Bewährtes nachzubeten, und dabei noch nicht einmal zu erkennen, daß man sich damit nicht einen Hauch aus dem breiten Mainstream entfernt. Das ist nicht besser als Kreativität à la Brigitte-Kreativteil. Ein Taxifahrer dagegen, der auf die Idee kommt, während der Fahrt Snacks oder Musik zu verkaufen, ist meiner Meinung nach kreativ. Er selbst wird das vermutlich gar nicht finden. Kommt nicht im Traum darauf. 

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Ich denke, es wird Zeit, daß wir unseren Begriff von Kreativität revidieren. Unabhängigkeit, Urteilsvermögen und Eigenantrieb sind für mich Grundbestandteile wirklicher Kreativität. Eine offene Haltung, die Bereitschaft zu zweifeln, die Fähigkeit Fragen zu stellen, sind für mich Grundvoraussetzung, um zu eigenen, originären Lösungen zu finden, und das möglicherweise an unerwarteter Stelle. Echte Kreativität ist in meinen Augen: der Wille zur Neuschöpfung. Und damit meine ich nicht: an der Oberfläche herumschmirgeln, Elemente schön hinschieben.

2. Wie finden Sie “neue” Ideen?

Sie finden mich.

3. Was tun Sie, wenn Ihnen einmal einfach nichts einfallen möchte?

Ich kenne drei Wege, die helfen können, den Knoten zu lösen. 

Der eine Weg ist, am Ball zu bleiben. Ich finde überaus hilfreich, alles, was mit dem Vorgang zu tun hat, zu studieren und zu sortieren. Durch diese Arbeit wird die Gehirntätigkeit bei mir oft schon ausreichend angeregt. Wenn das nicht der Fall ist: nochmal studieren und auf andere Weise sortieren, das kann schon helfen. Wenn der Ideenfluß schlimm ins Stocken gerät oder ein Problem unlösbar scheint, halte ich mich an den Rat meines Professors, der mir das Atommodell aufmalte und dazu sagte: “immer in Bewegung bleiben! umkreisen Sie Ihr Problem wie ein Elektron den Atomkern, wechseln Sie die Perspektive, schauen Sie von oben, von unten, von hinten und von der Seite. Aber bleiben Sie immer in Bewegung.” 

Der zweite Weg ist, den Vorgang beiseite zu legen und sich mit etwas ganz anderem zu beschäftigen. Egal, was das ist – das Hintergrundprogramm in meinem Kopf läuft weiter und durch die Befruchtung mit Gedanken über Anderes kommt es in der Regel ebenfalls zu interessanten neuen Überlegungen. 

Es hat auch – zum Glück selten – Fälle gegeben, wo ich entnervt das Handtuch geworfen habe. Das liegt dann irgendwo rum und ich werde mich zu einem späteren (oder auch zu einem viel späteren) Zeitpunkt wieder damit befassen. Das ist der dritte Weg: Dingen ihre Zeit und ihr Tempo lassen. Manchmal hilft es nicht, eine Lösung erzwingen zu wollen.

Am schwierigsten ist, zu entscheiden, welchen Weg ich in einer mißlichen Lage einschlage. 

 

Schwerpunkt Kreativität: Kreativ ANDERS

Kreativ zu sein, bedeutet auch, einfach einmal anders über ein Problem nachzudenken, nicht immer die gleichen bekannten Wege zu gehen, sondern neue Wege zu gehen, die man selbst (und vielleicht auch andere) sich bislang nicht so recht zu gehen wagte. Neue Erfahrungen sammelt man dabei immer; vielleicht aber findet man auf diesen Wegen auch eine tolle Lösung, an die man vorher gar nicht gedacht hat.

Porträt von Hannes Treichl

Hannes Treichl ist Spezialist für solche neuen Wege. Mit seinem Blog ANDERS|denken füllt er eine reiche Fundgrube an Beispielen, in denen irgendjemand irgendetwas einfach einmal ganz anders gemacht hat. Und dieses Wissen nutzt er, um als Managementberater Unternehmen auf der ganzen Welt zu helfen, innovativere Produkte zu entwerfen und besseres Marketing zu machen, indem er ihnen zeigt, wo sie neue Wege finden.

Für den Schwerpunkt Kreativität habe ich Hannes gebeten, uns mit Hilfe einiger markanter Beispiele ein paar Denkanstöße für neue Wege zu liefern. Herausgekommen ist ein schöner Ansporn, selbst auch einmal neue Wege zu gehen – und wir lernen, dass häufig „anders denken“ viel nahe liegender und (insbesondere im Nachhinein) gar nicht so abwegig ist, wie man vielleicht vorher gedacht hat.

Kreativ ANDERS

von Hannes Treichl

Ich verbrachte früher (viel zu viel) Zeit in Business & Executive Lounges auf Flughäfen in aller Welt. Eines gleicht aber bei allen: die vielen Menschen in den selben dunklen Anzügen, die geschäftig telefonieren, Updates an Angestellte durchgeben und sich kaum um den Erfahrungsaustausch mit anderen kümmern. Mein meist gebuchter Zubringerflug war die Strecke Innsbruck–Frankfurt. Montag morgens saßen in der Tyrolean-Maschine kaum Menschen, sondern vor allem Zeitungen – und auch diese waren die selben.

Kopfstand im Freizeitlook zwischen gleichförmigen Geschäftsleuten

Inzwischen hat sich all das ein wenig geändert und die Konformität ist einer stärkeren Individualität gewichen, denn irgendwie haben wir doch alle genug von der grauen Mitte, oder?! Auch in unseren Berufen fordern unsere Chefs plötzlich Kreativität. Warum? Weil unscheinbare Produkte und Leistungen austauschbar sind und schon längst keine Chance mehr auf den großen Durchbruch haben – und das ist gut so!

Meistens hilft schon eine (gut strukturierte) Kreativ-Session weiter.

Das hat sich auch das 2007 mit dem Innovationspreis des Landes Salzburg ausgezeichnete Unternehmen Skidata gedacht. “Warum müssen Menschen an Skiliften immer vor geschlossenen Schranken stehen, obwohl sie gültige Karten haben?” So dürfte die Frage gelautet haben, auf die das Unternehmen mit einer revolutionären Idee antwortete: Dem Freemotion-Open-Gate-System.

Anstatt Snowboarder und Skifahrer mit verschlossenen Drehkreuzen vom Zugang zu Skiliften auszusperren, lädt ein ständig offenes Drehkreuz auf freundliche Art zum Durchfahren ein. Wer keine gültige Karte besitzt bleibt draussen – in dem Fall schließt sich ein Dreharm und verwehrt den Zutritt. Angenehmer “Nebeneffekt”: Da es wesentlich mehr Gäste mit berechtigten Karten gibt als welche mit gar keinen oder ungültigen, ermöglicht das Freemotion-Open-Gate-System ein höheres Tempo bei der Abfertigung von Wintersportlern.

Hilfe beim Nachdenken über mögliche Innovationspotenziale (und denken Sie beim Wort Innovation bitte nicht immer nur an Technologien!) bietet die Osborn Checkliste. Sie eignet sich dank einiger weniger einfacher Fragen, um Denkblockaden zu überwinden, und kann auch für “einsame” Kreativsessions mit sich selbst eingesetzt werden. Ein Beispiel dafür lesen Sie am besten selbst im Blog des Unternehmensberater Kai-Jürgen Lietz nach.

Skispringer im V-Stil

Keine Osborn Checkliste und keinen Kreativworkshop hat ein Mann namens Jan Boklöv gebraucht, um von der grauen, bedeutungslosen Mitte auszubrechen. Sie erinnern sich? Jan Boklöv, das war jener “bunte Hund”, der sich Mitte der 80er Jahre von Sprungschanzen warf, dabei seine Skier spreizte und eine ganze Sportart revolutionierte. Boklöv gewann so mehrere Weltcupspringen und den Gesamtweltcup.

Auch die Zuschauer liebten den waghalsigen Sprungstil des Schweden. Schon bald war er der unumstrittene Show-Star des gesamten Springerfeldes. Trotz (oder vor allem wegen?) seines Erfolges blies ihm allerdings ein eisiger Wind entgegen. Hochrangige FIS-Funktionäre sahen gar die Ästhetik des Skispringens gefährdet. Und trotzdem: Seine “Erfindung” setzte sich durch und ist heute aus dem Sport nicht mehr wegzudenken.

Auch die österreichische Wirtin Barbara Schreiner stieß auf Widerstand, als sie sich vor einigen Jahren entschied, ihre Gäste selbst den Preis des Essens festsetzen zu lassen. Von Kollegen und Freunden, mit denen sie die Idee teilte, wurde sie belächelt; heute lacht sie, denn ihre Idee des “Überraschungsmenüs” hat ihr nicht nur neue Gäste beschert, sondern vor allem auch viel Aufmerksamkeit von Presse und der Internetwelt. Ihr “

Kreativ war auch Traude Daniel aus Klagenfurt. Weil in wirtschaftlich harten Zeiten niemand jenen Preis zahlen wollte, den sie sich erhoffte, entschloss sie sich kurzerhand, ihr Haus zu verlosen. Die Folge: Ein Aufschrei von Juristen und Immobilienmaklern, die die Spielregeln einer gesamten Branche gefährdet sahen. Gleichzeitig gab es aber auch tausende Menschen, die sich begeistert von der Idee und den Möglichkeiten an der Verlosung beteiligten. Traude Daniel übertraf innerhalb kürzester Zeit ihre geheimsten Erwartungen und erzielte einen weit höheren Erlös, als ihr das ein “gewöhnlicher” Verkauf (oder gar eine Versteigerung) ermöglicht hätten.

Was zeigen uns diese Beispiele? Wer die Bausteine Kreativität, Mut sich über Branchenregeln hinwegzusetzen und Perfektion in der Umsetzung in seine Strategie integriert (oder noch besser: zu seiner Philosophie macht), wird sehr viel mehr Erfolg und Freude im Leben haben – und darf in wirtschaftlich schweren Zeiten mit einem Lächeln durch die Welt gehen. 

 

Interview: Frank Kretschmann über Kreativität

 

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Frank Kretschmann ist ein Tausendsassa. Er ist Fotograf, Musiker, Extremsportler, Weltenbummler und mehr. Und mit all dem überschreitet er Grenzen, vor denen andere lange halt gemacht hätten.

In jahrelanger Arbeit fotografierte er mit drei Kollegen und einer alten Kamera die Städte Nürnberg und Fürth aus völlig ungewohnten bis unmöglichen Blickwinkeln, und nannte das Ergebnis Randzonen. Mit seiner Band Ludwag geht er Wege fernab vom Mainstream und erforscht Klangwelten irgendwo zwischen elektronischer und akustischer Musik. Und als Freeclimber reist er um die ganze Welt, um reine Natur zu erleben, wenn er alleine oder mit Kollegen in viel zu steilen Felswänden hängt.

Ich habe Frank Kretschmann gefragt, was für ihn Kreativität bedeutet und wie er neue Ideen findet.

1. Was ist für Sie “Kreativität”?
Freeclimber in Aktion:

Kreativität bedeutet für mich vor allem, in jeder Situation, auch in unerwarteten Situationen, intuitiv reagieren zu können. Kreativität hat demnach, ganz besonders in meinem Job, viel mit Improvisation zu tun. Ich muss jederzeit in der Lage sein, mich Problemen und Herausforderungen ohne großes vorheriges Planen stellen zu können. Grundvoraussetzung dafür ist natürlich, dass ich mich auf mein Wissen und meine Erfahrung verlassen kann und es in jeder Situation in meiner Arbeit einsetzen kann.

2. Wie finden Sie “neue” Ideen?

Ich bin viel und gern unterwegs, auch viel in der Natur. Dabei treffe ich ständig neue Menschen und neue Orte, von denen jeder einzelne mir neue Anregungen gibt. Ich versuche immer, meine Umgebung mit offenen Augen und Ohren aufzunehmen, mir dabei immer auch einen spielerischen Zugang zu meiner Umwelt zu bewahren.

Wichtig scheint mir auch, neue Ideen nicht krampfhaft zu suchen, nicht ständig darüber nachzudenken, sondern sie entstehen zu lassen, also in meinem Kopf und in meiner Umwelt das richtige Umfeld zu schaffen, in dem Ideen den Weg zu mir finden können.

3. Was tun Sie, wenn Ihnen einmal einfach nichts einfallen möchte?
Feldweg:

Für mich ist das durchaus manchmal befreiend. Ich kann mich darüber freuen und es genießen, einen leeren Kopf zu haben. In der heutigen Zeit ist das ja leider eher selten geworden. Anstatt zu verkrampfen und in Terminstress zu verfallen, benutze ich diese „leeren“ Zeiten gerne, um mich bewusst zu entspannen. So gewinne ich Abstand und Kraft und kann anschließend viel leichter und mit frischem Kopf neu an die Sache herangehen.

Wenn ich auf der Suche nach Ideen bin, für meine Fotografie, meine Musik oder für meinen Sport, ist es in jedem Fall einen gute Idee zu den Anfängen zurückzugehen, sich an seine Basics zu erinnern. Ich versuche also zurück zum Wesentlichen zu kommen und mich auf das Einfache zu konzentrieren und dieses mit höchster Sorgfalt und Präzision auszuführen.

[Fotos: Frank Kretschmann, funst.de

 

Schwerpunkt Kreativität: Strukturiert Ideen entwickeln

Wer behauptet eigentlich, kreative Ideen kämen immer aus heiterem Himmel? Klar tun sie das manchmal; und es ist ein tolles Gefühl, wenn man auf einmal, während man etwas völlig anderes tut, eine geniale Idee hat, die ein besonders wichtiges Problem löst. Das Dumme ist nur: Wir haben selten Zeit, auf diesen Zufallsmoment zu warten.

Portrait von Florian Rustler

Brauchen wir aber auch nicht, denn Kreativität kann man lernen. Und wie das geht, zeigt uns Florian Rustler heute an einer ganz konkreten Aufgabe, die ich ihm für diesen Beitrag gestellt habe. Florian ist Moderator für Kreativworkshops aus München, der Unternehmen weltweit hilft, in kurzer Zeit neue Ideen und Lösungen für Ihre Herausforderungen zu entwickeln. Dafür setzt er eine Vielzahl unterschiedlicher Denkwerkzeuge ein, von denen er einige heute vorstellt. Eine noch viel ausführlichere Übersicht findet man in seinem äußerst empfehlenswerten Blog creaffective.

Für den heutigen Beitrag habe ich Florian gebeten, die Rolle des Sicherheitsbeauftragten einer Firma zu übernehmen, der seine Kollegen in einem Vortrag für das Thema Datensicherheit sensibilisieren soll. Auf Basis einer imaginären „Vorher-Folie“, wie sie in einer typischen PowerPoint-Präsentation verwendet werden könnte, sollte Florian systematisch Ideen entwickeln, wie man dieses Thema spannender und einprägsamer präsentieren könnte. Das Ergebnis finden Sie in seinem Beitrag. Florian und ich sind gespannt, welche Ideen Sie noch entwickeln oder wie Sie Florians Ideen in einer Nachher-Folie umsetzen würden. Schreiben Sie Ihre Ideen doch einfach in die Kommentare.

Strukturiert Ideen entwickeln mit dem Einsatz von Kreativitätstechniken

von Florian Rustler

Stellen wir uns vor, wir müssen zum Thema Datensicherheit einen Vortrag halten, in dem wir die Zuhörer für die wichtigsten Stolpersteine sensibilisieren sollen und dies so, dass die Kernpunkte wirklich hängen bleiben. Gegeben sind folgende Fakten aus Michaels „Vorher-Folie“:

Vorher-Folie für Florian Rustler

Meine Aufgabe als Vortragender ist es nun, mir Ideen für mögliche Stories zu überlegen, wie man dieses wichtige, aber oft trockene und unbeliebte Thema auf spannende Art und Weise präsentieren und in den Köpfen der Zuhörer verankern könnte.

Strukturiert an das Problem herangehen

Auf neue Ideen zu kommen, ist einerseits mit Spontanität, Zufall und viel Spinnerei verbunden, andererseits, ist die Ideenentwicklung ein hoch strukturierter Prozess, den jeder Mensch erlernen und einsetzen kann. Dazu braucht es auch nicht immer ein Team von Ideengebern (das wäre zwar ideal), man kann dies auch alleine tun.

Wie häufig in solchen Fällen, bin ich auch für diese Aufgabe mit dem Verfahren Creative Problem Solving vorgegangen, mit dem man einen Problemlöseprozess strukturieren kann. Nachdem ich von Michael die „Vorher-Folie“ mit Daten erhalten habe, war mein erster Schritt, die Herausforderung genauer einzugrenzen:

Anhand von Michaels Daten habe ich versucht, erst einmal so viele Problemformulierungen wie möglich zu finden, um das Problem in Unteraspekte aufzuteilen bzw. es genauer einzugrenzen (Zwei Techniken, mit welchen man dies tun kann, lauten Aussagenstarter, eine Art Brainstorming nach Problemfragen, und Hervorheben, eine Technik zum Auswählen und Sortieren von Ideen). Folgende drei Problemformulierungen sind dabei übrig geblieben (d.h. ich habe viel wieder verworfen):

  1. Wie lauten alle Themenideen, um Datensicherheit und Industriespionage in eine spannende Geschichte zu verpacken?
  2. Wie lauten alle Möglichkeiten, Analogien zu mangelnder Datensicherheit herzustellen?
  3. Wie lauten alle Möglichkeiten, um auf den Punkt „80% aller Diebstähle erfolgen auf dem klassischen Weg durch Mitarbeiter“ hinzuweisen?

Für die Problemformulierungen 1. und 2. habe ich nun jeweils in 10 Minuten einige Ideen entwickelt. Exemplarisch finden sich die besten Ideen für Punkt 1., die ich aus der Gesamtmenge meiner Ideen als überlegenswert herausgefischt habe, im Folgenden.

Die Ideenentwicklung – Brainstorming als Rahmen

Um auf mögliche Ideen zu kommen, habe ich für jedes Teilproblem eine individuelle Ideensession gestartet, die den gleichen Regeln folgt, wie die Gruppentechnik Brainstorming, eine Technik zum Anhäufen von Ideen auf eine bestimmte Frage. Für Problemformulierung 1. lauteten danach meine Ideen wie folgt:

  • Zeitschriftenüberschrift “Firma pleite”, daraus eine Story bauen, die erzählt wie es dazu kam
  • aktuelles Thema “Datenklau bei Berliner Landesbank”, dabei über die Hintergründe aufklären
  • Daten-GAU im Unternehmen, eine Story entwickeln, bei der eine interne Aufklärungseinheit begleitet wird
  • Auftragsverlust durch Datendiebstahl, eine Story entwickeln, die zeigt, wie durch Unwissenheit, Unachtsamkeit und menschliche Fehler wichtige Daten verschwunden sind.

Auf diese Ideen bin ich in den ersten Minuten gekommen, einfach nur, indem ich mir meine Einfälle von der Seele geschrieben habe. Nun habe ich noch mit zwei Kreativitätstechniken gearbeitet, um weitere Ideen aus meinem Hirn zu kitzeln.

Kopfstandmethode

Hier versucht man, die Frage ins Gegenteil zu verkehren, um so wiederum im Umkehrschluss auf interessante Ideen zur Lösung des Ausgangsproblems zu bekommen. Folgende Ideen sind mir dabei noch eingefallen:

  • Eine Geschichte aus Sicht der Datendiebe erzählen. Diese überlegen sich, wie sie wohl an Daten kommen und welche Schwachstellen sie ausnutzen könnten.
  • Eine fiktive Vorstandssitzung, in der überlegt wird, was das Unternehmen tun müsste, um sich möglichst schnell Daten stehlen zu lassen. Dabei stellen die Anwesenden erschreckenderweise fest, dass das Unternehmen auf gutem Weg ist, selbst Opfer dieses Schreckensszenarios zu werden.
  • Wie müssten Richtlinien aussehen, um Datensicherheit nicht zu gewährleisten?
Zufallsbildmethode

Eine weitere Methode, die extrem hilfreich ist, ist die Technik forced connections. Hier versucht man, mit Hilfe eines zufälligen Bildes, Wortes oder Objektes, das mit der Frage nichts zu tun hat, einen Rückbezug zum Thema herzustellen und Lösungen zu generieren.

Dabei sind mir bei diesen drei Bildern noch folgende Ideen gekommen:
Konferenztisch an einem sonnigen StrandMenschenmenge an einer Bahnhaltestelle, die in einen Zug einsteigenGarteneingang zu einem Haus

  • Datensicherheit in der Hotellobby, Stichwort Taschendiebe (Bild 1)
  • Story über das Ausspähen von Computerdaten in der Zugfahrt durch Wireless-Verbindungen (Titelthema einer Ausgabe der Wirtschaftswoche) (Bild 2)
  • Story über eine Person, die auf eine Party geht und mitbekommt, wie Dritte über vertrauliche Informationen dieser Person sprechen, die sie eigentlich geheim halten wollte. (Bild 3)

Mit solch einfachen Techniken kann jeder weitere Ideen aus sich herausbekommen.

Ein paar Tipps, damit es richtig funktioniert:

Trennen Sie zwischen Ideenentwicklung und Ideenbewertung. Diese beiden Aspekte des kreativen Denkens gehören immer voneinander getrennt. In der Phase der Ideenentwicklung geht es vor allem darum:

  • die Beurteilung zurück zu stellen, schreiben Sie was Ihnen einfällt.
  • auf Masse zu gehen, nicht auf Qualität.
  • sich eine Mindestzeit zu setzen, z.B. 15 Minuten, oder eine Ideenquote von mindestens 25 Ideen.
  • wilde Ideen zu suchen.
  • auf bestehenden Ideen aufzubauen und diese weiterzuentwickeln.

Für die Auswahl der Perlen aus den vielen gefundenen Ideen sollten Sie sich vor allem ausreichend Zeit nehmen und eher darauf schauen, wo Potenziale in einem Vorschlag liegen und sich weniger in die Probleme dieser oder jener Idee verbeißen. Denken Sie daran, das sind erste Ideen, es ist noch nicht die fertige Story! 

 

Interview: Thomas Siffling über Kreativität

 

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Ein Jazz-Trio ist nichts ungewöhnliches, eines ohne Harmonieinstrument (Keyboard, Klavier, Gitarre) schon. Thomas Siffling, Jazz-Trompeter aus Mannheim, hat mit seinem Trio dieses Experiment gewagt und dadurch neue, kreative Wege betreten. Was, wenn auf einmal Trompete und Bass ohne die Grundlage musizieren, die sonst so selbstverständlich von den Klavierakkorden kommt?

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Als Jazz-Liebhaber habe ich Thomas Sifflings Platte kitchen music verschlungen, weil sie vor Kreativität sprudelt, weil sie vertraut klingt und doch kein kalter Kaffee ist, und weil sie selbstverständliches in Frage stellt und gerade dadurch einen wunderbar neuen Zugang zu Vertrautem eröffnet. Am 30. Januar ist sein neues Album cruisen erschienen – auch das ist unbedingt empfehlenswert.

Ich habe Thomas Siffling gefragt, was für ihn Kreativität bedeutet und wie er neue Ideen findet.

1. Was ist für Sie “Kreativität”?

Kreativität ist eine Mischung aus vielem. Wenn man kreativ ist, verarbeitet man viele Sachen gleichzeitig und daher ist Kreativität eine hoch komplexe Angelegenheit. Man verbindet das Gelernte mit dem Erlebten und paart es mit den gerade auf einen einwirkenden Eindrücken und heraus sollte dann ein kreativer Output kommen.

Das Ganze muss dann in meinem Fall auch noch über das Instrument bzw. die Musik kommuniziert werden. Soll heißen: Kreativität fordert auch immer ein gewisses Maß, in diesem Fall an technischen Fähigkeiten, um die Kreativität auch wirklich umzusetzen und kommunizieren zu können. Daher gehört meines Erachtens zur Kreativität auch immer die Umsetzung dazu.

2. Wie finden Sie “neue” Ideen?

Neue Ideen gibt es überall! Sie liegen quasi auf der Straße, wie man so schön sagt. Du bekommst jeden Tag neue Eindrücke, erlebst jeden Tag wieder etwas Neues und so entstehen neue Ideen und Anregungen.

Sicherlich bin ich als Musiker natürlich in der schönen Situation, viel reisen zu können und somit noch mehr auch fremde Eindrücke zu bekommen. Im Moment sitze ich z.B. auf dem Flughafen in Chennai/Indien und schreibe Ihnen meine Gedanken. Ich bin gerade auf einer zweiwöchigen Indien/Sri-Lanka-Tournee und bekomme täglich wahnsinnig viel neue Eidrücke und Ideen.

Aber auch zu Hause im so genannten Alltag ist dies möglich. Man muss nur open minded sein und mit offenen Ohren und Augen und mit viel Interesse durch’s Leben laufen. Oft sind es gerade die Kleinigkeiten, die uns inspirieren und kreativ werden lassen.

3. Was tun Sie, wenn Ihnen einmal einfach nichts einfallen möchte?

Das ist Gott sein Dank noch nie passiert 🙂 Ich denke aber, dass diese Situation nie eintreten wird, da man ja immer noch auf das, wie oben schon genannt, Erlernte zurückgreifen kann. Soll heißen: man kann in Floskeln oder Redewendungen sprechen bzw. musizieren und sich somit erstmal eine gewisse Sicherheit geben und dann kommt die Kreativität dann meistens doch ganz schnell. Man gibt sich quasi selber den ersten Ruck.

[Fotos: www.thomassiffling.com und Schindelbeck Fotografie

 

Schwerpunkt Kreativität: Hereinspaziert, liebe Ideen!

Woran denken Sie, wenn Sie an kreative Berufe denken? Mathematik? Wohl kaum. Philosophie? Im Ernst? Und wie wäre es mit einem Lehrer, ausgerechnet für Mathematik und Philosophie? Albern, oder?

Falsch gedacht, Sie kennen wohl Timo Off noch nicht. Timo ist Ideenfänger, Querdenker, hat Mathematik und Philosophie studiert und als Lehrer gearbeitet. Und wenn Sie Timos Ideen kennen lernen, dann werden Sie verstehen, warum das so gut zu ihm passt: jeder ist kreativ, wenn er sich nur traut, ein guter Ideengastgeber zu sein. Diese Botschaft ist es, die Timo in seinem Blog Geistesblitz seit Jahren erfrischend präsentiert und in seinen Workshops anschaulich vermittelt.

Vor kurzem ist sein neues Hörbuch Reise ins Land der Ideen erschienen, ein toller Ratgeber für alle, die noch immer glauben, Kreativität wäre nur etwas für Genies. Die wichtigsten Inhalte bringt er für uns in dem folgenden Artikel auf den Punkt. Viel Spaß und

Hereinspaziert, liebe Ideen!

von Timo Off

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Ideen sind kleine freche Biester, die mal vorlaut, aber sehr oft schüchtern sind. Sie fliegen vorbei, sie berühren uns und oft genug lassen wir sie ungenutzt weiterziehen. Damit Ideen zu Ihnen kommen und bleiben, können Sie
A. Ihren Ideen ein guter Gastgeber sein
oder
B. Ihre Ideen zielgerichtet einladen.

A. Seien Sie Ideengastgeber!

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Ich stelle Ihnen vier Eigenschaften von Ideen vor, die Sie zugleich nutzen können, um noch mehr Ideen einzuladen.

1. Ideen lieben die Gesellschaft ungewöhnlicher Themen. Schaffen Sie sich überraschende und erfrischende Einblicke: Fahren Sie auch einmal auf anderem Weg zur Arbeit und beobachten Sie wieder, was es zu sehen gibt! Lesen Sie Magazine aus „fremden“ Themen am Kiosk. Sprechen Sie mit Experten aus einem Unternehmen, dass so gar nichts mit Ihrer Profession zu tun hat. Probieren Sie täglich etwas kleines Neues aus. So kurbeln Sie Ihre Ideenproduktion an.

2. Ideen lieben Stille. Nicht an den lauten Orten und nie vor dem Fernseher kommen Ideen zu uns. Ideen kommen in den leisen Momenten, mitten in den Routinetätigkeiten zu uns. Genießen Sie das Joggen im Park, den stillen Blick in die Sonne und ausreichenden Schlaf, um Ihrem Gehirn die Möglichkeit zu geben, Antworten zu finden.

3. Ideen lieben Leidenschaft. Weder das flaue „ganz gut“ noch das müde „wird schon schief gehen“ kann Ideen anlocken. Nur mit breiter Brust, heißem Herzen und klaren Gedanken können Sie Ideen stärken. Entweder die Idee ist es wert, dass Sie für sie eintreten, für sie kämpfen und sie pushen oder eben nicht. Vertrauen Sie Ihren Ideen und es werden sich noch mehr Ideen in Ihre Nähe trauen.

4. Ideen lieben das Spiel. Das Spiel ist das Ein und Alles und doch ist nichts wirklich ernst. Wenn Sie spielen, d.h. wenn Sie Dinge ausprobieren, wenn Sie etwas wagen (sei es privat oder im Beruf!), dann seien Sie ein echter Spieler: Sie können gewinnen, verlieren oder einfach: immer wieder etwas dazulernen. Sich verlieren im Spiel und doch zu wissen, dass es nur ein Spiel ist.

Das Schöne ist, dass Sie sich mit Ihren kreativen Gedanken selbst anstecken werden. Je öfter Sie auf Ihre Ideen achten, umso öfter werden Ihnen Ideen zufliegen. Kleiner Tipp: Achten Sie darauf, dass Sie stets etwas zu schreiben dabei haben, um Ihre spontanen Ideen festhalten zu können.

B. Laden Sie Ideen zielgerichtet ein.

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Natürlich gibt es spontane Geistesblitze. Und auch wenn ich Ihnen im Folgenden ein Modell vorstelle, wie sie zielgerichtet Ideen finden können, so bleibt immer genug Impulsivität, Ungeplantes übrig. Doch mit Peter Zadeks Bild gesprochen: nur wenn Sie planvoll und zielgerichtet ein Saatkorn aussäen, kann ein Baum wachsen.

Ideen zu finden und umzusetzen ist für mich ein vollständiger Prozess. Wenn Sie noch nicht wissen, wie eine Lösung aussehen kann, dann haben Sie noch keine Vorstellung, d.h. kein Bild von der Lösung. Mein Modell eines kreativen Prozesses hat vier Phasen, die jede einzeln notwendig ist, um bewusst gesteuert zum Ziel, das heißt zu neuen Ideen zu gelangen.

Erste Phase: B wie Beschreibung! Zu Beginn geht es darum, zu beschreiben, was eigentlich das Problem ist. Denn wenn Sie nicht genau wissen, was Sie suchen, dann können Sie das, was Sie finden, auch nicht angemessen beurteilen, ob es Ihnen nützt! Je komplexer die Aufgabe, desto wichtiger ist es, das Problem genau zu beschreiben. Was sind die Hindernisse, die verhindern, dass Sie sofort Ihr Ziel erreichen?

In dieser ersten Phase wird das Problem von einem irgendwie vor uns liegenden Gefühl in eine sprachliche Form gebracht: Das Problem wird zur Sprache gebracht!

Zweite Phase: I wie Informationssammlung und Informationsanordnung! In der ersten Phase haben Sie das unklare Problemgefühl zu einer schriftlich fixierten Problemfrage gemacht, Sie haben sich damit das Problem angeeignet, d.h. es zu Ihrem Problem gemacht. Jetzt geht’s ans Faktensammeln: welche Informationen gibt es bereits? Was wissen Sie alles über das Thema? Was fällt Ihnen alles schon jetzt ein? Alle Informationen werden anschließend geordnet.

In diese Phase gehören auch verschiedene andere Arbeitstechniken, mit denen Sie auf neue Ideen gebracht werden können, so genannte Kreativitätstechniken. Durch diese kreativen Arbeitsmethoden helfen Sie sich, die gesammelten Informationen neu anzuordnen.

Dritte Phase: L wie Licht oder Lösung! Das ist der kreative Sprung. Das ist endlich das, wonach Sie gesucht haben! Eine neue gedankliche Verbindung tritt an die Oberfläche Ihres Bewusstseins. Sie haben sie gefördert durch gute Vorbereitung.

Diese Phase lässt sich noch auf andere Weise befördern: Und zwar, indem wir auf einen angemessenen Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung achten! Sowohl intensive Arbeitsphasen am Problem als auch entspannte Phasen abseits des Problems sind wichtig, damit Ihr Gehirn sortieren und zuverlässig arbeiten kann. Das warme Licht der Lösung kann manchmal auch dann aufscheinen, wenn Sie nicht damit rechnen. Seien Sie gewappnet! Das Schöne an der Lösung: Sie wirkt einfach und einleuchtend. So als hätte es nie eine andere Lösung sein können.

Vierte Phase: D wie D-arstellung und D-urchsetzung! In der dritten Phase ist die Idee zum ersten Mal greifbar geworden. Jetzt muss sie kritisch geprüft werden: Ist diese Idee auch wirklich rundherum brauchbar? Wie lässt sie sich umsetzen? Ist sie wirklich die richtige Antwort auf die Ausgangsfrage?

Alles das muss konkret, also anfassbar gemacht und – na klar! schriftlich festgehalten werden. Anschließend geht es dann darum, andere Menschen von dieser Idee zu überzeugen. Sie müssen die Idee überzeugend präsentieren und durchsetzen. Und das ist manchmal gar nicht so leicht. Denn für andere Menschen ist diese Idee neu und damit erst einmal ungewohnt, vielleicht nicht offensichtlich.

Zusammengefasst kommen Sie durch die vier Phasen

  • Beschreibung
  • Informationssammlung
  • Lösung / Licht
  • Darstellung & Durchsetzung

zum Kunstwort B-I-L-D, oder kurz zum Bild der Lösung! Mit diesem BILD der Lösung, kommen Sie zielgerichtet vom Problem zur Durchsetzung der Lösung.

Gutes Gelingen!

Wie kommt man auf Ideen?

Wie finde ich passende Bilder? Wie kommt man auf interessante Geschichten? Wie kann ich das Design noch ein bisschen verbessern? Oder kurz: wie komme ich auf Ideen?

Das ist eine der mir am häufigsten gestellten Fragen. Neben den üblichen Ratschlägen: gute Vorbereitung, mit offenen Augen durch’s Leben gehen, mit anderen über das Thema sprechen, gibt es ein paar handfeste Tipps, die Sie darin unterstützen schneller und zielgerichteter auf Ideen zu kommen.

In den kommenden drei Wochen finden Sie hier solche Tipps von Kreativen aus unterschiedlichsten Bereichen in Form von Gastbeiträgen und Interviews. Morgen geht es los mit dem Schwerpunkt Kreativität. 

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Dr. Michael Gerharz

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