On the surface

Google’s search engine is incredibly complex inside and incredibly simple on the surface – basically a search bar and that’s it.

Many startups take a different approach. Rather than hide complexity, they surface it.

They want us to appreciate the complexity. To see the brilliance of their solution. They want us to be as obsessed about the nitty-gritty-deep-down-dirty parts as they are.

They want us to get it.

Google understood that that’s not what we want. We want our struggles solved. We’re happy to trust you in being the expert so that we don’t have to. We don’t want to become an expert in your field because we have our own passion that we’re the expert in.

We just want a solution.

The simpler, the better.

The irony is that that’s what we recognise as being brilliant. The simpler you make it, the less we have to deal with the complexity, the more we appreciate it.

(That’s why the “I’m feeling lucky” button is still present on Google’s homepage.)

Juggling with thoughts

Almost anyone can juggle two balls. Many can do three. Four is rather difficult. More is impossible for most.

Juggling thoughts by keeping several things in mind at the same time is quite similar … Two? That’s easy. Three? Still easy. Four is more difficult, and then it quickly gets really difficult. The more complex the things you have to keep in mind, the more difficult it is to keep multiple things in your mind.

Of course, that’s also true for your audience. If we juggle too many balls in a speech, it will be difficult for our audience to keep track. Sooner or later they will drop a ball … and while they’re still busy picking it up again, the next thought balls are already falling to the floor.

Unfortunately, most topics – especially those worthy of being the subject of a presentation – are rather complex. Usually, three balls just won’t get the job done.

Fortunately, though, thoughts have a property that physical balls don’t have. Thoughts can combine to form larger thoughts. Thoughts can trigger other thoughts.

Apples, pears, and bananas become fruit. Fruits, vegetables and grains become vegetarian food. Vegetarian diet has effects that you first illustrate through a story and then abstract to derive a specific dietary recommendation.

Yet, at any given time, we kept a maximum of four thoughts in the air so that everyone could follow along effortlessly.

Complex in nature, yet simple in narrative.

With a clear story and a great structure, we can get extremely complex things into the minds of the audience. We just have to make sure to build the complexity step-by-step.

Complexity sells better

Simplicity is a great virtue but it requires hard work to achieve it and education to appreciate it. And to make matters worse: complexity sells better. – Edsger Dijkstra

Because when it’s more complex it must be more elaborate. More powerful. Better thought through.

Only that it isn’t … because the only reason that it is so very complex is precisely because the team was too lazy to take it one step further. To invest the hard work to make it simpler. To educate themselves about different perspectives. To appreciate the connections that this education makes us see among the dots.

Complexity is deceptive. It suggests sophistication and hides the fact that the opposite is true. Moreover, if it’s hard to understand, then it must be proof for how clever we are. But it’s not. It’s much rather proof for that we stopped thinking at that level of complexity. That we shied away from cracking the complexity.

If we’re able to make the complex simple and then, if we go even further so that we can explain it in simple terms … that’s sophistication.

Keeping it simple

… is often confused with scratching the surface and leaving out the difficult parts. But that’s not what keeping it simple is about.

Quite the opposite. Precisely because you keep it simple will your audience be willing to follow you when you dive deep into the details.

Because now, for the first time, you’ve made them see what they didn’t see before. Finally, there’s someone who uses language they can understand. Someone who translates the complex stuff into words they can understand and relate to. This is what makes them get why it matters … and what makes them want to learn more from you.

Keeping it simple is not the opposite of diving deep. It’s the prerequisite.

The fear of focus

The fear of focus is the fear that the thing you would focus on isn’t enough.

That people would want more. And that you cannot leave out this aspect and certainly not that one.

So, you broaden your focus because if you actually left this out or that, then someone might complain.

And that’s probably true. Some people would complain.

As they always do. Yet, more often than not, it’s the colleagues who complain. Not the audience.

Audiences love focus. They love clarity. They love being able to get you.

Don’t be afraid of focus. Be afraid of lack of focus.

Jonglieren mit Gedanken

Fast jeder kann mit zwei Bällen jonglieren. Mit drei können viele. Vier sind schon schwer, noch mehr kann kaum jemand.

Mehrere Dinge gleichzeitig im Kopf zu behalten, ist ganz ähnlich … Zwei? Ist einfach. Drei? Auch noch. Ab vier wird’s schwieriger und danach knackig. Je komplizierter die Dinge sind, die man im Kopf behalten muss, desto knackiger.

Wenn Sie mit zu vielen Bällen in Ihrem Vortrag jonglieren, wird’s auch für Ihre Zuhörer schwierig. Die Zuhörer lassen Bälle fallen und während sie noch damit beschäftigt sind sie aufzuheben, fallen schon die nächsten.

Leider sind aber die meisten Themen, gerade die, die es wert sind, Thema einer Präsentation zu sein, kompliziert. Da kommt man einfach nicht mit ein paar Bällen aus.

Zum Glück haben Gedanken allerdings eine Eigenschaft, die echte Jonglier-Bälle nicht besitzen. Gedanken können sich zu größeren Gedanken zusammenfügen. Gedanken können andere Gedanken triggern. Aus Äpfeln, Birnen und Bananen wird Obst. Aus Obst, Gemüse und Getreide wird vegetarische Ernährung. Vegetarische Ernährung hat Effekte, die Sie durch eine Geschichte erst veranschaulichen und dann abstrahieren, um daraus eine konkrete Ernährungsempfehlung abzuleiten. Zu jedem Zeitpunkt halten Sie höchstens vier Bälle in der Luft, so dass jeder mühelos folgen kann. Komplex in der Konstruktion, einfach in der Erzählung.

Mit einer klaren Story und einer klaren Struktur können Sie äußerst komplexe Dinge in die Köpfe der Zuhörer bringen, solange Sie die Komplexität sinnvoll und Schritt-für-Schritt aufbauen.

Was wollen Sie denn eigentlich sagen?

„Und warum sagen Sie es dann nicht einfach?“

Das ist ganz oft die Schlüsselszene im Coaching.

Wenn sie „einfach“ erzählt, was sie sagen möchte und dabei glüht und sprudelt vor Begeisterung. Beispiele verwendet. Es für mich übersetzt in Worte, die ich verstehen kann. So wie sie es ganz automatisch tut, wenn sie ihren Freunden oder ihren Kindern davon erzählt. Wenn sie mir erklärt: „Das ist so wie …“ und dadurch die vorher so abstrakte „Verschlüsselungstechnologie“ und „Cloud-Lösung“ plötzlich zu einem ganz greifbaren „Safe, den ich immer in der Hosentasche habe“ wird.

Erst im Vortrag, auf der Webseite und in der Broschüre verliert sich diese Natürlichkeit. Dann muss es „seriös“ klingen. Darf nicht banal sein. Wird holprig und steif, wichtig und gewichtig.

Damit will ich nicht sagen, dass man auf der Bühne einfach drauflosreden sollte. Im Gegenteil. Die Kunst besteht darin, die Einfachheit des direkten, natürlichen Gesprächs in die raffinierte Struktur einer durchdachten, zielsicheren Story zu bringen.

Was nützt eine raffinierte Struktur und eine durchdachte Story, wenn sie keiner versteht? Je einfacher, je konkreter, je greifbarer sie spricht, umso eher kann ich das als Zuhörer in mein Leben übersetzen. Erst wenn mir das gelingt, kann mich ihre Begeisterung anstecken. Mehr noch: Erst wenn sie ohne das steife Korsett der „Gewichtigkeit“ auf die Bühne geht, können wir im Publikum spüren, wie sehr sie selbst begeistert ist.

Es einfach zu sagen. Es einfach sagen. Das sind Werte, die immer noch oft unterschätzt und selten geübt werden.

Die Karte der Londoner U-Bahn

Als Harry Beck 1931 die erste schematische Karte der Londoner U-Bahn veröffentlichte, kam das einer Revolution gleich. Zugunsten der besseren Lesbarkeit verzichtete er auf geografische Korrektheit. Er zeichnete bewusst eine „falsche“ Karte, die aber leicht zu verstehen war. Falsch im Sinne der Geografie. Richtig im Sinne der Verständlichkeit.

In diesem kurzen Video erklärt Michael Bierut drei einfache Prinzipien, die Becks Lösung ermöglichten, und die ebenso nützlich in Präsentationssituationen sind:

1. Totaler Fokus auf die Bedürfnisse der Benutzer/Zuhörer.

Denn die müssen es verstehen. Also: Welche konkreten Bedürfnisse oder Probleme haben die Benutzer? Und wie können Sie Ihr Thema so darstellen, dass es möglichst gut auf genau diese Bedürfnisse eingeht.

2. Die einfachste mögliche Lösung anbieten.

Und nicht die allumfassende. So wie U-Bahn-Kunden sich nicht für die geografischen Details über der Erde interessieren, solange sie sich in einer Bahn unter der Erde befinden, ist es Ihren Zuhörern möglicherweise egal, sämtliche Details Ihrer Produktes zu kennen, so lange sie es z.B. nur anwenden und nicht nachbauen möchten.

3. Durch einen Blick über den Tellerrand Lösungen aus anderen Bereichen übertragen.

Als Ingenieur zeichnete Beck die Karte so, wie man sonst einen Schaltkreis zeichnet: Er zeichnete ein Diagramm statt einer Karte. Welche Bilder, Methoden oder Metaphern aus anderen Bereichen helfen Ihnen, Ihre Ideen verständlicher zu präsentieren?

12 Fragen: 4. Versteht das jemand?

Eine Präsentation halten Sie nicht für sich, denn Sie wissen ja schon alles. Sie halten sie für die Zuhörer. Am Ende zählt alles nämlich erst dann, wenn es bei Ihren Zuhörern auch ankommt. Und das tut es nur, wenn die Zuhörer verstehen, was Sie meinen. Und was es bedeutet. Für die Zuhörer.

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Dr. Michael Gerharz

Dr. Michael Gerharz