Aber das ist doch wichtig!

Was ist denn hier wichtig? Erklären Sie Ihrem Publikum lieber das große Ganze als jedes einzelne Mosaiksteinchen.

Aber das ist doch wichtig!

Na und? Ist doch völlig egal, denn Ihr Publikum kann sich nun einmal nicht alles merken, was Sie für wichtig halten.

Aber trotzdem, das kann man einfach nicht weglassen.

Und wieso nicht? Wenn es sich eh keiner merkt?

Weil sonst die Substanz fehlt.

Aha. Die Substanz.

Naja, der Vortrag wird doch sonst zu dünn.

Was soll denn ein dünner Vortrag sein?

Einer, bei dem nur gelabert wird.

Entschuldigung? Der Rest Ihres Vortrags ist nur gelabert?

Nein, natürlich nicht. Aber wenn ich das weglasse, fehlt was.

Natürlich fehlt was. Aber wenn es sich eh keiner merken kann, wen interessiert das dann?

Mich.

Das ist egal.

Und meinen Chef.

Das ist auch egal. Nur Ihr Publikum zählt.

Aber ich habe mir viel Mühe damit gemacht.

Na und? Relevant ist nicht, wie viel Mühe Sie bei der Vorbereitung hatten, sondern nur, wie viel am Ende ankommt.

Und Sie meinen wirklich, ich kann das weglassen?

Sie müssen! Sorgen Sie dafür, dass das, was Sie sagen, so verständlich wie möglich ist und lassen Sie alles weg, was davon ablenkt, also auch all’ die Fakten, die Sie zwar selbst für wichtig halten, auf die Sie stolz sind, oder die Ihnen viel Mühe gemacht haben. Verständnis ist das Ziel, nicht Wissen. Nur das Publikum bestimmt, ob Ihnen das gelingt.

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